Programmvorschläge für die Saison 2013/14
Zum 200jährigen Jubiläum von Guiseppe Verdi:
VIVA VERDI!
Giuseppe Verdi Streichquartett e-moll
Giacomo Puccini Crisantemi
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Gian Francesco Malipiero Streichquartett Nr. 7
Alfredo Casella Fünf Stücke für Streichquartett op. 34 (1920)
Giuseppe Verdi (1813-1901) und seine Musik wurden spätestens seit dem triumphalen Erfolg des Nabucco zu einem Symbol des ästhetischen (und daher wirkungsvollsten) Widerstands. Die Triumphe häuften sich, und nach der Uraufführung des Ballo in maschera am 17. Februar 1859 erhob sich das um Einheit ringende Volk Italiens mit einem weithin vernehmlichen Schlachtruf, den kein Zensor hätte verhindern können: Viva Verdi - es lebe Vittorio Emanuele Re d'Italia.
Ein ein(z)iges Italien kam tatsächlich zustande, und diese neue Union wurde sich bald auch ihrer einzigartigen Geschichte bewußt, weshalb das Verdi Quartett zu dem e-moll-Streichquartett seines Namenspatrons nicht nur das zierliche Treibhausgewächs der Crisantemi von Giacomo Puccini (1858-1924) anbietet, sondern auch die avancierteren Schöpfungen zweier Kollegen und Freunde, die sich intensiv mit der italienischen Historie auseinandersetzten: Gian Francesco Malipiero (1882-1973), unter anderem Herausgeber einer bahnbrechenden Monteverdi-Edition, und Alfredo Casella (1883-1947) fanden wichtige, dauerhafte Impulse in der "Alten Musik", die niemals altern wird.
PROGRAMM I
Ludwig van Beethoven Streichquartett F-Dur op. 18/1
Dmitri Schostakowitsch Streichquartett Nr. 7 fis-moll op. 105
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Robert Schumann Streichquartett A-Dur op. 41/3
PROGRAMM II
Giuseppe Verdi Streichquartett e-moll
Anton von Webern Streichquartett op. 28 (1938)
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Franz Schubert Streichquartett d-moll "Der Tod und das Mädchen" D 810
PROGRAMM III
Wolfgang Amadeus Mozart Streichquartett Es-Dur KV 428
György Ligeti Streichquartett Nr. 1 (1953/54) "Metamorphoses nocturnes"
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Felix Mendelssohn Bartholdy Streichquartett a-moll op. 13
PROGRAMM IV - Moderierte Konzerte
Die Streichquartette von Béla Bartók und die späten Quartette von Ludwig van Beethoven
Es hat weit mehr als bloß symbolische Bedeutung, dass Béla Bartók in seinen letzten Jahren in den USA, als er ein siebtes Quartett plante, tagaus tagein die Partituren der späten Beethoven-Quartette bei sich trug. Denn seit seinem ersten Quartett griff Bartók neben dem Erlebnis der ungarischen Volksmusik immer wieder über die Romantik hinaus zurück auf Beethoven.
In Form von moderierten Konzerten werden Bartóks sechs Streichquartette, zentraler Ort seiner kompositorischen Auseinandersetzung in mehr als dreißig Schaffensjahren, in ihrer Vielgestaltigkeit der Formen und des Ausdrucks zugänglich und verstehbar gemacht, in Gegenüberstellung mit späten Quartetten Ludwig van Beethovens. Moderation: Hartmut Möller, Musikwissenschaftler (Musikhochschule Rostock)
In Ergänzung dazu bieten wir an:
Alternativ zum Mendelssohn-Quartett eines der Streichquintette mit Herrmann Voss an der zweiten Bratsche
Die Kammermusikwerke von Brahms mit erweiterter Besetzung, also Streichquintette und -sextette mit Herrmann Voss, Viola, und Peter Buck, Violoncello, sowie das Klarinettenquintett mit François Benda und das Klavierquintett mit Matthias Kirschnereit
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