Jubiläumssaison 2012/2013
Aktuelle Programmvorschläge
PROGRAMM I »Jubilare«
Claude Debussy (1862-1918) bearb. Hubert Mouton
„Pelléas et Mélisande“
zum 150. Geburtstag von Claude Debussy 2012
Mel Bonis (1858-1937)
„Soir et Matin“
zum 75. Todestag von Mel Bonis
Léon Boëllmann (1862-1897)
Klaviertrio op.19
zum 150. Geburtstag von Leon Boëllmann 2012
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Ernest Chausson
Klaviertrio g-moll op. 3
Drei französische Jubilare hat Michael Groß versammelt, um gemeinsam
mit seinen Kollegen das 30jährige Jubiläum des Trio Parnassus zu
feiern, das er 1982 gegründet hat. Als Ehrengäste sind geladen: Claude
Debussy und Léon Boellmann (anläßlich ihres 150. Geburtstages) sowie
Mel (Mélanie Hélène) Bonis, die vor 75. Jahren starb. Als
»zeitgenössischer« Gratulant mischt sich Ernest Chausson in die Runde,
der mit seinem Klaviertrio g-moll op. 3 das wunderbare Spiegelbild
französischer Komponierkunst vom vorigen Fin-de-siècle abrundet.
PROGRAMM II »Charmant bis Furios«
Johann Nepomuk Hummel (1778-1837)
Klaviertrio G-Dur op. 35
zum 175. Todestag von J.N. Hummel 2012
Arno Babadjanjan (geb. 1921)
Klaviertrio (1952)
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Antonin Dvorák (1841-1904)
Klaviertrio f-moll op. 65
Die Musik Böhmens, Ungarns und Armeniens erforscht das Trio Parnassus
in seinem zweiten Programm. Den Auftakt bildet das deutlich mozartische
Klaviertrio G-dur op. 35 von Johann Nepomuk Hummel, der 1778 in
Pressburg (Bratislava) geboren wurde, einigen Unterricht bei Mozart
erhielt und als Joseph Haydns Nachfolger in Eisenstadt wirkte. Eine
begeisternde Rarität auf den Konzertpodien ist das Klaviertrio des
Armeniers Arno Babadjanjan, der seinem Lehrer Aram Chatschaturjan mit
diesem Kammermusikstück alle Ehre machte: Die modern geschärfte
Tonalität in Verbindung mit klassisch-romantischen Mitteln und
folkloristischen Einschlägen führen hier zu einer faszinierenden,
eigenwilligen Sprache, die dem seinerzeit kaum dreißigjährigen
Komponisten schon bei der Uraufführung des Werkes einen Triumph
beschied. Viel älter war auch Antonín Dvorák nicht, als er mit seinem
großformatigen Klaviertrio g-moll op. 65 böhmische Elemente
kammermusikfähig umsetzte: Klangschön, melodisch bis zum Überfließen,
beendet von einem furiosen Finale, deutet diese Komposition bereits den
Durchbruch zu internationalen Berühmtheit an, die nicht mehr lange auf
sich warten ließ.
PROGRAMM III »Jubilare 2011« oder »Paris — St. Petersburg«
Franz Liszt (1811-1886)
Vallée d’Obermann (aus Années de Pèlerinage)
Gabriel Fauré (1845-1924)
Klaviertrio d-moll op. 120
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Anton Arensky (1861-1906)
Klaviertrio d-moll op. 32
zum 150. Geburtstag von Anton Arensky 2011
Wunderkind, Salonlöwe, Klaviervirtuose und Autor gewagter
Kompositionen, vergötterter Lehrer und Laiengeistlicher: Es wäre fast
noch untertrieben, Franz Liszt nur als eine der schillerndsten
Künstlerpersönlichkeiten des 19. Jahrhunderts zu bezeichnen. Noch
heute, zweihundert Jahre nach seiner Geburt im
österreichisch-ungarischen Grenzland, gibt er viele Rätsel auf, die
freilich – wie das Lächeln der Mona Lisa – gar nicht gelöst werden
wollen, weil damit ihre besondere Anziehungskraft verlorenginge. Das
Trio Parnassus würdigt den genial vielseitigen Mann aus Ungarn, der
sowohl in Paris wie auch in Weimar und Rom daheim war, mit einer
Klaviertriofassung des »Vallée d'Obermann« aus dem berühmten
Klavierzykus der »Wanderjahre«, die der frankophile Liszt natürlich als
Années de Pèlerinage bezeichnete.
Fast zwei Generationen später ist Gabriel Fauré als Organist und
Komponist in der Seine-Metropole tätig – ein Künstler an der Grenze
zwischen der eigentlichen Romantik und dem sogenannten Impressionismus,
dem er vor allem in seinen späteren Werken vorbereiten half. Aus dieser
Phase stammt das klangvolle, bekenntnishafte Klaviertrio d-moll op.
120. Wie Fauré, so war auch Anton Arensky nicht nur als Komponist,
sondern auch als Lehrer bekannt. Zunächst unterrichtete er in St.
Petersburg, dann in Moskau, wo Sergej Rachmaninoff und Alexander
Skrjabin zu seinen Schülern gehörten – wieder zwei internationale
Zelebritäten, von denen vor allem der letztgenannte innige Beziehungen
zu Frankreich unterhielt. Arenskys Klaviertrio, mit dem Yamei Yu,
Michael Groß und Chia Chou dieses Programm beenden, würdigt die
historische Achse Frankreich–Russland.
Programm IV »Wien im Spiegel der Zeit«
Ludwig van Beethoven (1770-1827)
14 Variationen op. 44
oder: Joseph Haydn (1732-1809)
Klaviertrio Es-Dur Hob. XV:19
Erich Korngold (1897-1957)
Klaviertrio D-Dur op. 1
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Franz Schubert (1797-1828)
Klaviertrio Es-Dur op. 100
Eine Zeitreise durch das musikalische Wien unternehmen Yamei Yu,
Michael Groß und Chia Chou mit ihrem vierten Programm. Das Konzert
eröffnet mit Ludwig van Beethovens Vierzehn Variationen Es-dur op. 44
[alternativ: Joseph Haydn, Klaviertrio Es-Dur Hob. XV:19], um sogleich
mit einem großen Sprung das frühe 20. Jahrhundert zu erreichen: Erich
Wolfgang Korngold, der wundersam begabte und liebenswürdige Sohn des
gefürchteten Musikkritikers und -schriftstellers Julius Korngold, war
gerade zwölf Jahre alt, als er mit seinen ersten Kompositionen für
regelrechtes Aufsehen sorgte. Sein Klaviertrio D-dur op. 1 wurde erst
in jüngster Zeit aufgefunden und vermochte rund einhundert Jahre nach
seiner Entstehung die Sensation zu wiederholen: Das Trio Parnassus
erhielt den zweiten ECHO Klassik seiner bisherigen Karriere für die
Aufnahme dieses Werkes, dem sich bei den kommenden Konzerten des
Ensembles das zweite Klaviertrio D 100 von Franz Schubert anschließen
wird.
Programm V »2013 - Hommage an Richard Wagner«
Franz Liszt (1811-1886)
Vallée d’Obermann (aus Années de Pèlerinage)
Arnold Schönberg (1874-1951)
»Verklärte Nacht«, Fassung für Klaviertrio
von Eduard Steuermann
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Ernest Chausson (1855-1899)
Klaviertrio g-Moll op. 3
Das Jahr 2013 dürfte wohl von zwei gleichaltrigen Giganten der Bühne
beherrscht werden: den Antipoden Giuseppe Verdi und Richard Wagner, die
letztlich nicht aneinander vorbeikamen – ebensowenig, wie selbst die
erklärtesten Wagner-Ungläubigen sich dem Schaffen und geistigen Einfluß
des Bayreuther Festspielleiters nicht entziehen konnten.
Daß Wagner keine Klaviertrios (und überhaupt nur weniges an Kammermusikalischem)
geschrieben hat, war dem Trio Parnassus Ansporn genug zu einer äußerst
originellen Hommage, bestehend aus Kreationen des Freundes Franz Liszt
und zweier ernsthafter Jünger, die sich auf je ganz eigene Weise mit
den Auswirkungen des »Tristan-Akkords« auseinandersetzten: Die
Triofassung des Streichsextetts »Verklärte Nacht« von Arnold Schönberg
und das frühe Klaviertrio von Ernest Chausson sind ganz unverkennbar
von den Schwingen des Riesenvogels beschattet ...
Programm VI »2013 - Hommage an Richard Wagner«
Alternativ können wir Ihnen für Konzerttermine, die nach dem 13. Februar 2013 stattfinden sollen, auch folgende "Hommage an Richard Wagner" anbieten:
Ludwig van Beethoven (1770-1827)
14 Variationen Es-Dur op. 44
(Variationen über "Ja, ich muss mich von ihr scheiden" aus dem Singspiel "Das rothe Käppchen" von Carl Ditters von Dittersdorf)
Franz Liszt (1811-1886)
Vallée d’Obermann (aus Années de Pèlerinage)
Milko Kelemen (geb. 1924)
Erinnerungen an Tristan (UA, Auftragswerk der Stadt Bayreuth zum 200. Todestag von Richard Wagner)
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Johannes Brahms (1833-1897)
Klaviertrio H-Dur op. 8 (Spätfassung 1891)
Zum 200. Geburtstag Richard Wagners am 13. Februar 2013 wird das Trio Parnassus bei den Bayreuther Festspielen die "Erinnerungen an Tristan" von Milko Kelemen aus der Taufe heben.
Das Werk wurde speziell zu diesem Anlaß von der Stadt Bayreuth bei dem vielfach ausgezeichneten Komponisten Kelemen in Auftrag gegeben. Der gebürtige Kroate lebt seit langen Jahren in Stuttgart, ist Chevalier des Arts et des Lettres und Träger des Kulturpreises Europa 2007 sowie des großen Bundesverdienstkreuzes. Er studierte bei Olivier Messiaen in Paris und bei Wolfgang Fortner in Freiburg. Bereits im Jahr 1959 gründete er die „Zagreber Biennale", deren Ehrenpräsident er heute ist. Von 1970 bis 1973 hatte er eine Professur am Robert-Schumann-Institut in Düsseldorf inne, bevor er in gleicher Position nach Stuttgart ging.
Die Uraufführung wird von drei weiteren Größen der Musikgeschichte umrahmt: Dem Freund und Mentor Franz Liszt, dem Antipoden Johannes Brahms sowie Ludwig van Beethoven, dessen Einfluß auf die kommenden Generationen nicht hoch genug eingeschätzt werden kann.
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