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Nicola Jürgensen, Jahrgang 1975, gilt bereits seit einigen Jahren als eine der wichtigsten Klarinettistinnen der jungen Generation. Die Tageszeitung beschrieb ihre "unnachahmliche Frische, ausgefeilte Technik, feinfühlige Gestaltungskraft jenseits vordergründiger Virtuosität". Sie studierte bei Hans Deinzer in Hannover sowie bei Sabine Meyer in Lübeck und machte bereits früh bei Wettbewerben auf sich aufmerksam.
Sie wurde sowohl mit dem Mozart-Preis der Wiesbadener Mozartgesellschaft ausgezeichnet als auch 1999 mit dem Preis des Deutschen Musikwettbewerbs der Solisten in Berlin. 2002 erhielt sie den Förderpreis Deutschlandfunk, der ihr im Rahmen des Musikfestes Bremen verliehen wurde.
Seit 2001 ist Nicola Jürgensen Soloklarinettistin im Sinfonieorchester des WDR Köln, dabei vereint sie erfolgreich ihre solistische Karriere mit ihrer Tätigkeit als Orchestermusikerin. Sie konzertierte als Solistin mit der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen, mit dem Rundfunksinfonieorchester Berlin, dem Orchester der Beethovenhalle Bonn, der Polnischen Kammerphilharmonie, dem European Union Chamber Orchestra, den Hamburger Symphonikern, den Orchestern der Staatstheater Braunschweig, Kassel und Saarbrücken sowie dem Wiener Kammerorchester. Es folgten Einladungen des Deutschen Symphonieorchesters Berlin, des Sinfonieorchester des Mitteldeutschen Rundfunks sowie des Kammerorchesters Basel. Dabei arbeitete sie mit Dirigenten wie Roy Goodman, Fabio Luisi und Christopher Hogwood zusammen.
Nicola Jürgensen widmet sich dem klassischen Klarinetten-Repertoire von Mozart bis Spohr ebenso wie der zeitgenössischen Musik mit Kompositionen von Pierre Boulez, Toru Takemitsu und K. A. Hartmann. Das berühmte Klarinettenkonzert von Mozart spielt sie gemäß der historischen Aufführungspraxis auf der vom Komponisten gewünschten Bassettklarinette.
Nicola Jürgensen ist das kammermusikalische Musizieren ein wichtiges Anliegen. Auf Einladung des Artemis Quartetts führte sie das Kammerkonzert für Klarinette, Streichquartett und Orchester von Karl Amadeus Hartmann auf. Weitere Kammermusikpartner sind unter anderem der Pianist Matthias Kirschnereit, der Bratscher Volker Jacobsen und das Trio Jean Paul.
Internationale Festivals wie das Rheingau Musikfestival, die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern, das Schleswig-Holstein Musik Festival, Risör und Lockenhaus laden sie regelmäßig zu Solorecitals, Kammermusik- und Orchesterkonzerten ein.
Auf ihrer Debüt-CD präsentiert Nicola Jürgensen Werke von Debussy, Stravinsky, Berg, Brahms und Reger.
Saison 2005/2006
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